Als Deutschand für viele alles war
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Als Deutschand für viele alles war
von Hartmut Schustereit
„Als Deutschland für viele alles war“ ist eine streitbare historisch-politische Analyse über die Entstehung, das Wesen und das Ende Preußens – und über die Folgen seines Verschwindens für Deutschland. Hartmut Schustereit vertritt die These, dass Preußen weit mehr war als ein Staat: ein politisches und moralisches Ordnungsgefüge, geprägt von Rechtsstaatlichkeit, Pflichtethos, Bildungsförderung und religiöser Toleranz.
Der Autor zeichnet die Entwicklung Preußens von seinen Anfängen bis zur Einbindung in das Deutsche Reich nach und setzt sich kritisch mit verbreiteten Deutungen auseinander, insbesondere mit dem Vorwurf eines angeblich prägenden Militarismus. Zugleich untersucht er die Folgen des Zweiten Weltkriegs: die Auflösung Preußens, die Neuordnung Mitteleuropas und die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie politische Entscheidungen, Begriffe und Narrative der Nachkriegszeit die deutsche Geschichtswahrnehmung geprägt haben. Das Buch versteht sich nicht als nostalgische Rückschau, sondern als Beitrag zu einer offenen Diskussion über Geschichte, Erinnerungskultur und deutsche Staatlichkeit.
Eine engagierte, kontroverse Studie für Leserinnen und Leser, die historische Gewissheiten kritisch hinterfragen wollen.
Über den Autor:
Hartmut Schustereit wurde 1940 in Königsberg, der damaligen Hauptstadt Ostpreußens und Stadt der Philosophie, wie sie seit dem Wirken Immanuel Kants im 18. Jahrhundert genannt wird, geboren. Er studierte Geschichte, Philosophie und Soziologie in München, Göttingen und Bochum, promovierte zum Dr. phil. und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem außeruniversitären historischen Forschungsinstitut. Der Autor kann auf verschiedene Buchpublikationen zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts und Beiträge in Fachzeitschriften verweisen. Seit seinem Ausstieg aus dem Berufsleben konzentriert sich Hartmut Schustereit auf das Schreiben belletristischer Literatur und veröffentlicht Erzählungen, Aphorismen und Gedichte in Buchform sowie Beiträge in Anthologien.