Die Erweckung des Gefreiten

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Die Erweckung des Gefreiten

Ein dokumentarisches Schauspiel

vonWolf-E. Allihn

Der „Führer“ hatte, was hier dramatisch dargestellt wird, ein Erweckungs-Erlebnis. Von anderen Diktatoren (u.a. Hannibal, Nero, Heinrich der Achte, Napoleon) ist das nicht bekannt.
Wie kamen sie und vor allem die heutigen Machthaber auf die Idee, tyrannische Volksverführer zu sein? Zweifellos spielen die Emotionen auf verschiedenen Stufen eine besondere Rolle: Durch erste Erfolge in staatlichen Systemen oder in einem Wirtschaftszweig entwickelt sich das Gefühl der Unersetzlichkeit, das sich beim Fortschreiten der Karriere zum Gefühl der Unantastbarkeit (wie auch beim „Führer“) verfestigt.
Schon hier gelten Kritik und vor allem das Verlieren in einem Projekt als persönliche Beleidigung. Schließlich tritt in besonders vom Erfolg verwöhnten Fällen mit dem Schwund der Selbstreflexion das Gefühl der Allmacht auf, das nicht nur im persönlichen Umfeld ausgelebt wird, sondern sich auf einen imperialistischen Anspruch ausweitet.
Das vollzieht sich mit irrationalen Impulsen und zum Teil kindischem Auftreten, das alle geltenden Regeln der guten Sitten, der Humanität und des Rechts, der wahrheitsgemäßen Kommunikation sowie der völkerrechtlichen Vereinbarungen unter Kontrolle der öffentlichen Meinung als für sich nicht gültig verwirft – und zum Beispiel persönliche Infragestellungen (früher „Majestätsbeleidigung“) mit boshaften Racheaktionen bestraft.
Was ein klares Indiz jeden tyrannischen Größenwahns ist – von der Antike über den „Führer“ des Nazi-Reichs bis heute.






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